Ich über mich

Im Moment ist nicht alles Gold was glänzt, nicht alles ruhig was so wirkt, nicht alles sicher, obwohl es so aussieht. Ich bin gebeutelt in mir und im Außen. Ich merke immer mehr die Diskrepanz zu dem Innen im Außen. Ich will fliegen, das Außen sich nicht trennen, nicht abheben, sich nicht lösen. Alte Muster harren der Dinge wie festgeklebte Punkte in uns und aus uns heraus. Es ist der Anbeginn der Welt in einem neuen "Format". Dennoch ist es wie bei jeder Umstellung noch in den Kinderschuhen. Wird diskutiert, beobachtet und auch bewertet mit den Augen des Alten. Neues muss sich erst "durchsetzen", einspielen. Es ist ganz normal, dass Menschen bei Umstellungen Angst bekommen und sich nicht trauen diese zuzugeben bzw. halten fest an Altem, das sich nicht so unsicher "anfühlt".

Anfühlt deswegen, weil es nicht unsere Realität ist. Schauen wir uns an wie wir mit Umstellungen umgehen und wie wir ihnen begegnen im kleinsten Alltag, Beruf, Privaten, dann wird uns schnell klar wie viel Angst unser System davor hat und wie oft es einfach gerne dort bleiben möchte wo es ist und wie es ist.  Es ist vermutlich nicht immer das Geilste, aber dennoch sicher gefühlt. In uns sind ebenso viele Abspeicherungen der Ahnen und Ahninnen, die uns verzehren im Schmerz der Erinnerung. Dieser Schmerz ist oft nicht nur physisch, sondern ebenso zwischenmenschlich und im weitesten Sinne universell zu spüren. Dies ist die Angst, die wir mitnehmen, weitergeben. Das ist ganz normal und kein Grund uns dafür zu schämen oder uns klein zu fühlen. 

Diese Angst ist ein Abzeichen der alten Muster in uns.

Lassen wir sie los! Wenn es nur so einfach wäre.Sind wir ein Wunderwutzis?

"Lass die Angst einfach los!" Wenn ich das schon höre. 

Ich finde es ist bereits ein rießen Schritt, wenn wir den Mut zur Angst bei uns entwickeln. Nicht durchhalten muss ich, ich darf Angst empfinden. Ich muss andere und mich selbst nicht vor diesem Gefühl schützen. Es darf da sein, ich darf/soll es kommunizieren, sowie ich kommuniziere, dass ich gerade am Klo war (Vergleich soll nur deutlich machen wie unspektakulär es sein soll). Nur die Annahme ist der Weg hinaus, denn was ich nicht bekämpfe muss unweigerlich gehen, oder wird anders. 

Es verändert sich, wird weniger "furchtbar" und enttabuisiert. Niemand ist schwach, weil er Angst hat. Angst ist ein natürlicher Zustand, den es schon immer gab und es gibt keinen Wettbewerb wer wieviel Angst empfindet/zeigt oder nicht. Es bringt keine Extrapunkte auf unserem Weg angstfrei zu sein - bzw. es vorzugaukeln sich selbst und den anderen. 

 

Ja, ich habe Angst - scheiße, na und- Lass los Ich, das falsche Verständnis. 

Und ja ich kann meine Angst vielleicht nicht loslassen, aber ich kann Mut zur Angst entwickeln und sie annehmen und sie auch mal ausdrücken, ohne meine Stärke zu verlieren - ganz im Gegenteil - denke ich. 

Meine ganz persönlichen Ansätze zu Angst und wie ich damit umgehen möchte. 

Danke 

Kontakt

Carmen Maria Kleinl, BEd

Quellengasse 40

7081 Schützen am Gebirge

Österreich

 

 

 

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